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Zentrum für Rieskrater- und Impaktforschung Nördlingen (ZERIN)

Die Stadt Nördlingen betreibt unweit des RiesKraterMuseums seit 1998 das Zentrum für Rieskrater- und Impaktforschung Nördlingen (ZERIN). Es unterstützt als Forschungs-, Bildungs- und Dokumentationszentrum die Arbeit des RiesKraterMuseums und beherbergt u.a. eine umfangreiche Sammlung an Bohrkernen aus dem Ries und ein Labor für Radiogene Isotope.

Zerin


ZERIN
Vordere Gerbergasse 3,
86720 Nördlingen
Tel. (09081) 84750 / 84710
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Gastwissenschaftler: Dr. Jörg Fritz

 

 

Labor Ausstattung:

Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA)

Die Röntgenfluoreszenzanalyse dient zur schnellen und zerstörungsfreien Bestimmung der chemischen Elemente einer Probe (z.B. Minerale, Gesteine, Keramik, Pulver, Metalle, archäologische Fundstücke).
Unser Labortischspektrometer für die energiedispersive Röntgenfluoreszenzanalyse ermöglicht die Messung in verschiedenen Spotsizes von 1 mm, 3 mm und 10 mm. Anhand der eingebauten Kamera ist eine genaue Positionierung der Probe auf dem gewählten Spot möglich.

Thermionenmassenspektrometer (TIMS)

Mit dem Thermionenmassenspektrometer MAT 261.5, Thermo Finnigan, kann die Isotopenzusammensetzung bestimmter Elemente aus einer Probe hochpräzise analysiert werden. Die Isotopenzusammensetzung kann z.B. Aufschluss über das Alter einer Probe oder ihre geographische Herkunft geben, je nachdem welche Elemente und Isotope genau analysiert werden.

Für die Isotopenanalyse gewinnen wir im Labor zunächst hochreine Fraktionen der gewünschten Elemente aus der Probe. Ein kleiner Tropfen der Lösung mit der gewünschten Elementfraktion der Probe wird dann auf einen dünnen Träger (Rhenium-Filament) gegeben. Die Probe auf dem Träger wird daraufhin in der Ionenquelle des Massenspektrometers unter Hochvakuum aufgeheizt und dabei verdampft und ionisiert. Die Ionen werden in einem Hochspannungsfeld beschleunigt und dort durch einen starken elektrisch regelbaren Magnet entsprechend ihren unterschiedlichen Massezahlen ("Isotope") auf unterschiedlich stark gekrümmte Flugbahnen gelenkt. Die unterschiedlichen Isotope treffen dadurch in unterschiedliche "Auffangbehälter" (Faraday-Cups). Wie viele Ionen bzw. Isotope in welchen Farady-Cups ankommen, wird gemessen und daraus wird das Isotopenverhältnis berechnet.

Gesteinssägen

Bevor Gesteine analysiert werden können, müssen sie meist erst gesägt und präpariert werden. Das ZERIN verfügt über zwei Gesteinssägen für unterschiedliche Größen von Proben. Unsere Steinsäge von Steinadler ist ideal für Bohrkerne oder andere größere Proben. Mit der kleineren Steinsäge können Proben weiter in Form gebracht werden (z.B. Klötzchen für Dünnschliffherstellung, Anschnitte kleinerer Proben). 

Mikroskopie

Das ZERIN verfügt über Polarisationsmikroskope, für die Untersuchung von Gesteinsdünnschliffen, sowie über Stereomikroskope, die für die Betrachung von kleineren Objekten (wie z.B. Minerale, Mikrometeorite, Gesteinsbruchstücke und andere Fundstücke) und deren Oberflächen gut geieignet sind.

Fotos

Sammlung:

Die Objekte aus unseren Sammlungen stehen grundsätzlich für eine wissenschaftliche Bearbeitung zum Erkenntnisgewinn in der Krater- und Impaktforschung offen. Anfragen sind willkommen und können direkt über das ZERIN oder über das RiesKraterMuseum gestellt werden.

Bohrkernlager

Im ZERIN lagern die Bohrkerne der Forschungsbohrung Nördlingen 1973, Teile der Forschungsbohrung Wörnitzostheim, etc.

Dünnschliff und Gesteinsammlung

Unsere Dünnschliffsammlung enthält Dünnschliffe von unterschiedlichsten Gesteinen aus dem Nördlinger Ries als auch von Gesteinen aus anderen Impaktkratern (WELCHE???).